Lrik

 

 Zeitmobile

Die Gier der Zeit, sie giert nach
meiner entflügelten Zeit!
Ich baue mir daraus ein
buntes Zeitfang-Mobile
und tauche meine Zunge
in die Lunge des Windhauchs
und fülle mich mit dem Rauch
einer Zigarette, gebe
dann nette Namen meinen
namenlosen Ahnen, die
mir in den Wäldern entgegen-
lahmen; sie lahmen an der
Zeit, die sie vergeudeten,
ohne sich mit dem Sein zu
befreunden. Ich leuchte sie
an, sie werfen nur Schatten
ermatten, ohne mir mit
einem Lächeln zu dienen.
Wüßten sie, daß ein Lächeln
zeitlos ist, würden sie mein
Lächeln erwidern, eine
gestreckte Stunde würde
ihren Gliedern geschenkt und
sie würden mir nachjüngern,
nicht bloß die Erde düngern
mit ihrem Dahinscheiden,
entfiedern sie ihren Geist
und schweigen dann für immer.