Besiedelung

 

Erste Rodungsperiode, mittelalterl. Siedlungsperiode u. Wüstungszeit

 

Nach Abschluß der Völkerwanderungszeit haben sich nach MANTEL während des frühen Mittelalters, insbesondere in der fränkischen Zeit, durch Bildung fester Niederlassungen die ersten Beziehungen zwischen Wald und Mensch ergeben.

 

Vom 6. Jh. an steigen die Werte der siedlungsanzeigenden Pollen wieder steil an, die Baumpollenwerte (besonders Hainbuche) sinken und weisen damit auf umfangreiche Siedlungstätigkeit hin.

 

Um 500 n. Chr. beginnen intensive Siedlungstätigkeiten und Orte, die auf -hausen und -heim enden, entstehen. Nun begann auch die Christianisierung.

 

Auf Grund der Ortsnamensforschung dürfte die Entstehung von Orten mit Endung auf -rode in die zweite Siedlungsperiode vom 8. - 11. Jh. fallen.

 

Im Laufe der Jh. sind einige Ortsbezeichnungen durch den Sprachgebrauch abgewandelt worden, wie z.B. Seborch in Seeburg, oder wenn man auf den Ursprung des Namens mittels Ortsnamenforschung schließt, wie bei Lengden von Lengithi, der lange Ort, oder Waake von Wohnplatz an der Wachana, vermutlich der heutigen Aue (LINDNER, 1969).

 

Nach KREMSER sind Namen wie Rosenfeld, Rosengarten von Roß abzuleiten und bezeichnen Orte, in denen Pferdezucht betrieben wurde. Eine namensverwandte Wüstung Rosendal bei Schwiegershausen wurde z.B. 1785 als „Das Roßen Thal“ bezeichnet, also auch ein Hinweis auf Namensverfälschung und auf den Ursprung.  


Das Pferd war nach KREMSER das Haustier des Edelings, des reichen Mannes.