Hohenstein

Hohenstein

Ort: N52 11.811 E9 18.999

 

Das alte germanische Heiligtum, das die Sachsen unter Widukind gegen den fränkischen Schlächter Karl dem Großen verteidigt hatten. Die Germanen vernichteten im Jahr 782 u. Zt. das fränkische Heer. Der Bach, der an der Totenborn-Quelle (fälschlich Blutbach-Quelle) entspringt, soll vom Blut rot gefärbt gewesen sein und daher stammt der Name Blutbachtal.

Am Grünen Altar und am Trudenstein mit seinem Opferaltar wurde und wird den Göttern geopfert und gedacht, so wie es früher die Cherusker und später die Sachsen taten.

Der Hohenstein war und ist vor allem der Göttin Ostara geweiht und dient(e) als Versammlungs-, Gerichts- und Opferort.

 

Die Runentafel

Germanische Priesterin am Hohenstein

 

Eine Runen-Tontafel wurde ende des 15. Jhs. am Hohenstein gefunden. Leider ist sie nicht mehr vollständig erhalten und nur noch in diesem Holzschnitt zu besichtigen, die in der Baxmannbaude am Hohenstein hängt.

 

Dort sieht man eine Priesterin mit gehörntem Helm oder Kopfschmuck. Die Hörner sind Zeichen der religiösen Macht und scheinen einen Priester oder einen Schamanen zu kennzeichnen. In der linken Hand hält sie ein Ritus- Messer mit einer Art Pferdeschweif und in der rechten einen Gegenstand, der leider durch die Zerstörung des Originals nicht mehr zu rekonstruieren ist. Auf dem Rücken trägt sie etwas gekreuzt, das verborgen bleibt.

Rechts im Bild scheint etwas, wie die Sonne zu sehen zu sein, die einen merkwürdigen Schweif trägt. Darunter ist ein Hufeisen zu sehen. Ob es bei den Germanen schon als Glücksbringer betrachtet wurde ist mir nicht bekannt. Dass jedoch Pferde als heilig galten und auf ihren Pferdeäpfeln die halozinigenen Psilos wuchsen, die sie zur schamanischen Reise bzw. zu Kultzwecken verwendeten, lässt eine religiöse Verehrung oder Nutzung des Hufeisens als wahrscheinlich erscheinen.

Die Runenschrift ist bis heute noch nicht entschlüsselt; evt. hat der Schnitzer keinen Wert auf die originalgetreue Widergabe gelegt, oder die Tontafel ist durch Binderunen und andere Zeichen nicht mehr zu entschlüsseln.