Dachstag, Imbolc oder Lichtmess

Unbekannter Opferstein (Lippe)

Dachstag, Imbolc oder Lichtfest

 

Nach altem germanischen Brauch wurde die Natur genau beobachtet. Wenn der Dachs am 02. Februar aus dem Bau kommt und seinen Schatten sieht, macht er wieder kehrt und schläft weiter, denn dann ist der Winter noch lang. Bei schlechtem, warmen Wetter bleibt es so und der Winter ist vorbei.

 

Die Tage werden nun merkbar länger und das wird am 02.02. zu Lichtmess oder Imbolc gefeiert! Die Sonne macht einen gewaltigen Sprung.

 

In alten Tagen durften an diesem Tag keine Kienspäne angezündet werden und man stellt in jedes Fenster eine Kerze, die über Nacht brennen gelassen wurde. Es wurden der Frühjahresputz und die Reinigungsräucherung (Wacholder, Fichtenharz und Beifuß) vorgenommen.

 

Schneeglöckchen und Krokusse wurden gepflückt, wenn sie schon durchgebrochen waren und mit Efeu zu Kränzen gebunden.

 

Der erste Vollmond nach Jul wird Disting genannt und das Disablot und die Lichterweihe durchgeführt, wobei in alten Zeiten der angelsächsische Flursegen gesprochen wurde.

 

Es ist ein Reinigungsfest und Lichtfest. Zu alten Zeiten hat man sich mit Birkenreisern geschlagen, was Glück für das neue Jahr bringen sollte.

 

Den Disen und Göttinnen wird geblotet: Freya, Skadi, Idun, Hell/Holle, Ostara, Sif, Nerthus und Nehalenia.

 

Das Disablot wird auch Ende Januar gefeiert (19.01.).

 

Imbolc, auch Imbolg, Imbole oder Oimelc genannt, ist zusammen mit Samhain/ Samain (1. November), Beltane/ Beltaine (1. Mai) und Lughnasadh/ Lugnasad (1. August) eines der vier großen Jahreskreisfeste.

 

Der Name Imbolc kommt vom irischen < imb-folc („Rundum-Waschung“) und bezeichnet diesen Tag als Reinigungsfest. Das Fest wurde beginnend am Vorabend in der Nacht zum 1. Februar und an diesem Tage gefeiert.

 

Imbolc ist ein Fest der Reinigung, des Lichtes und der Fruchtbarkeit, da die Kräfte der Sonne das Leben erneuern, welches der Winter eingeschlossen hatte. Die länger werdenden Tage spiegeln die Hoffnung auf den Frühling wider. Traditionsgemäß entzündet an Imbolc beim Dunkelwerden, bzw. nach dem Ritual überall im Haus für einen Moment alle Lampen, Kerzen oder Freudenfeuer entzündet, um dem zurückkehrenden Licht die Ehre zu erweisen. Das Feuer symbolisiert die eigene Inspiration und Erleuchtung, ebenso wie Wärme und Licht und es ist traditionell die Zeit der Erstaufnahme in Convens oder Ritualen der Selbstweihe.

 

Brigid ist keltische Göttin des Feuers und der Inspiration, wobei sie auch für die Fruchtbarkeit der Weiblichkeit und Liebe steht. Deswegen wird Imbolc auch als Fruchtbarkeitsfest gesehen, bei dem man als Brauchtum Strohfiguren bastelte, die als Heils- und Schutzzeichen galten und bei verschiedenen Ritualen verwendet wurden. Der Göttin Brigid wurden früher Handarbeiten dargeboten oder sie wurden an diesem Tag begonnen und ihr “geweiht”.